Poetik und Kritik

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Aufgaben

Rede über die Mythologie (Selection) (E) Friedrich Schlegel  C.D. Friedrich:   Mondesaufgang

           


Die Mythologie und Poesie,
beide sind eins und unzertrennlich.  
F. Schlegel

Die Frage wird, wie soll man das verstehen, wenn man Mythologie als Geschichte und
Poesie als Träger einer zielstrebigen politischen Theorie liest?

    In ihren Bemerkungen zu dem Kapitel Zeit und Gesellschaft (Die dte Lit, Bd 8/I, 157f) schreiben Otto Best und Hans-Jürgen Schmitt: Ausgangspunkt für [Friedrich] Schlegels politisches Interesse war allerdings schon Kants Schrift >>Zum ewigen Frieden<< (1795), die er in dem >>Versuch über den Begriff des Republikanismus<< (1796) dahin interpretiert, daß er die Freiheit moralisch, die Verfassung ständisch, den Staat unversalistisch sieht, den österreichischen Völkerstaat als Modell für einen übernationalen Verbandsstaat.

    In seiner >>Rede über die Mythologie<< (Athenäum,1800) schreibt Friedrich Schlegel: Ich gehe gleich zum Ziel. Es fehlt, behaupte ich, unserer [deutschen] Poesie an einem Mittelpunkt, wie es die Mythologie für die der Alten war   . . . : Wir haben keine Mythologie. . . .  Aber, ich setzte hinzu . . . , es wird Zeit, daß wir ernsthaft dazu mitwirken sollen, eine hervorzubringen . . . .  Die neue Mythologie muß . . . aus der tiefsten Tiefe des Geistes herausgebildet werden; es muß das künstlichste aller Kunstwerke sein, denn es soll alle andern umfassen, ein neues Bette und

Gefäß für den alten ewigen Urquell der Poesie und selbst das unendliche Gedicht, welches die Keime aller andern Gedichte verhüllt.
Ihr mögt wohl lächeln über dieses mystische Gedicht und über die Unordnung, die etwa aus dem Gedränge und der  Fülle von Dichtungen entstehn dürfte.  Aber die höchste Schönheit, ja die höchste Ordnung ist denn doch nur die des Chaos, nämlich eines solchen, welches nur auf die Berührung der Liebe wartet, um sich zu einer harmonischen Welt zu entfalten, eines solchen wie es auch die alte Mythologie und Poesie war.    Alle Gedichte des Altertums schließen sich eines an das andre, bis sich aus immer größern Massen und Gliedern das Ganze bildet . . . .  Und so ist es wahrlich kein leeres Bild, zu sagen: die alte Poesie sei ein einziges, unteilbares, vollendetes Gedicht.  Warum sollte nicht wieder von neuem werden, was schon gewesen ist?  Auf eine andre Weise versteht sich.  Und warum nicht auf eine schönere, größere?--
  Best, et. al, Die dte Lit. in Text und Darstellung, Romantik, Bd 8/I, 234/35
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Der sagenumwobene Odenwald Schloß Mespelbrunn im Spessart
Familiensitz der Schönborn'sche Familie, die auf Jahrhunderte hin großen Einfluß auf die Stadt Würzburg ausübte.
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