LUDWIG RICHTER IN WAISCHENFELD UND RABENSTEIN
Ein Auszug aus einer etwas längeren biographischen Beschreibung.
>>Wir möchten es gewissermaßen dem Schicksal danken, daß es auch
den 1803 in Dresden geborenen und 1884 dort verstorbenen großen deutschen Maler LUDWIG
RICHTER in die Fränkische Schweiz geführt hat, den gemütvollen Darsteller des
deutschenFamilienlebens, der deutschen Landschaft, aus dessen Bildern und Zeichnungen so
unendlich viel Romantik spricht, eine Romantik des deutschen Gemütes schlechthin. Keines
andern deutschen Malers zu Herzen sprechende Kunst trägt so viel Verwandtschaftliches mit
der Romantik der Fränkischen Schweiz in sich als die Ludwig Richters. Wäre er, der
spätromantische Märchenillustrator, nicht in unseren geliebten Tälern gewesen, dann
würde das Gästebuch der Fränkischen Schweiz eine Lücke aufweisen.
Auf seiner ersten Italienreise im Jahre 1823 kam der Zwanzigjährige erstmals nach
Franken, auf seiner zweiten Frankenreise sah er zum ersten Male die Fränkische Schweiz,
aber nur vom Postwagen aus, der ihn von Bayreuth durchs Muggendorfer Tal über Streitberg
und Erlangen nach Nürnberg brachte. Auf seiner dritten Frankenfahrt im Sommer 1837 hat
Ludwig Richter dann die Fränkische Schweiz
erstmals genauer kennengelernt. Diese Reise galt dem Zweck, für ein mehrbändiges Werk:
"Das malerische und romantische Deutschland", das Georg Wigand in Leipzig
herausgab, Zeichnungen zu liefern, die in Stahl gestochen werden sollten.<<